Thu, Jul 30 Mittagsausgabe Deutsch
SchweizFokus.ch Schweizfokus Nachrichtenupdate
Aktualisiert 17:04 16 Artikel heute
Blog Lokal Politik Technik Welt Wirtschaft

Basilika Santa Maria Maggiore: Infos zu Öffnungszeiten & Papstgräbern

Harry Henry Thompson Carter • 2026-06-06 • Gepruft von Oliver Weber

Zwischen Kolosseum und Petersdom ist die Basilika Santa Maria Maggiore die größte Marienkirche Roms und birgt Geheimnisse, die selbst viele Rom-Besucher übersehen. Hier treffen päpstliche Geschichte, uralte Reliquien und die letzte Ruhestätte mehrerer Päpste aufeinander.

Standort: Rom, unweit des Hauptbahnhofs Termini ·
Rang: Eine der vier Papstbasiliken Roms ·
Größe: Größte Marienkirche Roms ·
Besonderheit: Reliquien der Krippe Jesu

Kurzüberblick

1Reliquien
2Papstgräber
3Besuch
4Geschichte

Sieben Kernfakten auf einen Blick – ein Muster aus Größe, Status und praktischen Details zeichnet das Bild einer der bedeutendsten Kirchen der Christenheit.

Eigenschaft Wert
Standort Piazza di Santa Maria Maggiore, Rom (nahe Termini)
Baujahr Ursprünglich 432 n. Chr. geweiht, mehrfach erweitert
Status Papstbasilika, exterritorialer Besitz des Heiligen Stuhls
Bestattete Päpste Mindestens sechs Päpste (u. a. Nikolaus IV., Sixtus V., Clemens VIII., Paul V.)
Besonderheit Reliquien der Krippe Jesu und unverwester Leichnam Johannes XXIII.
Öffnungszeiten Täglich 7:00–19:00 Uhr (letzter Einlass 18:30)
Eintritt Basilika kostenfrei; Museum und Terrasse kostenpflichtig

Was ist das Besondere an Santa Maria Maggiore?

Einzigartige Reliquien

Unter dem Hochaltar der Basilika befinden sich die Reliquien der Krippe Jesu – ein Stück Holz, das der Überlieferung nach zur Heiligen Wiege gehörte. Die Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) bezeichnet die Reliquie als eines ihrer wertvollsten Güter. Hinzu kommt die Ikone Maria Salus Populi Romani, die der Legende nach vom Evangelisten Lukas gemalt wurde und seit Jahrhunderten von Pilgern verehrt wird.

Papstbasilika und Marienkrönung

Santa Maria Maggiore ist eine der vier Papstbasiliken Roms – untersteht also direkt dem Papst und nicht der lokalen Diözese. Der Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) zufolge genießt sie exterritorialen Status, ähnlich einer Botschaft des Vatikans. Ihr Bau begann im 5. Jahrhundert nach einem angeblichen Schneewunder – daher der italienische Name Santa Maria Maggiore. Die Wikipedia (Lexikon) beschreibt sie als die größte Marienkirche Roms, ein Titel, der sowohl die Dimensionen als auch die liturgische Bedeutung unterstreicht.

Das Besondere

Die Reliquie der Heiligen Wiege unter dem Altar macht diese Basilika zum einzigen Ort in Rom, an dem ein direktes Zeugnis der Geburt Jesu verehrt wird – ein Anziehungspunkt für Theologen und Gläubige gleichermaßen.

Wer ist in Santa Maria Maggiore begraben?

Päpste in Santa Maria Maggiore

Die Basilika dient mehreren Päpsten als letzte Ruhestätte. Laut Wikipedia (Lexikon) sind hier mindestens sechs Päpste bestattet, darunter Nikolaus IV. (1288–1292), Sixtus V. (1585–1590), Clemens VIII. (1592–1605) und Paul V. (1605–1621). Jeder von ihnen verfügt über eine eigene Grabkapelle, die von Künstlern wie Domenico Fontana gestaltet wurde. Der bekannteste unter ihnen ist jedoch Johannes XXIII., der von 1958 bis 1963 amtierte und dessen Leichnam unverwest in einem gläsernen Sarg aufbewahrt wird.

Grab von Papst Franziskus

Der amtierende Papst Franziskus hat bereits Vorsorge getroffen: Er hat eine Grabstätte in der Basilika Santa Maria Maggiore vorbereiten lassen. Die Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) bestätigt, dass seine letzte Ruhestätte in der Capella Paolina (auch Borghese-Kapelle genannt) liegen wird – eine Entscheidung, die seine besondere Verbundenheit mit der Marienkirche unterstreicht.

Warum das wichtig ist

Die Wahl von Santa Maria Maggiore als Begräbnisstätte durch Franziskus zeigt, dass diese Basilika nicht nur historisch, sondern auch für die Gegenwart des Papsttums eine zentrale Rolle spielt.

Wie viele Päpste sind in Santa Maria Maggiore begraben?

Anzahl der Papstgräber

Die genaue Zahl der in Santa Maria Maggiore bestatteten Päpste variiert in den Quellen. Die Wikipedia (Lexikon) nennt sechs Päpste mit gesicherten Grabstätten, während andere Verzeichnisse bis zu acht Namen auflisten. Die meisten Quellen stimmen jedoch darin überein, dass Nikolaus IV., Sixtus V., Clemens VIII., Paul V., Johannes XXIII. sowie Honorius III. (der ursprünglich in Santa Maria Maggiore beigesetzt wurde, dessen Grab jedoch später verlegt wurde) zu den prominenten Vertretern zählen.

Bedeutung der Grabstätte

Dass sich so viele Päpste in einer einzigen Kirche bestatten ließen, ist außergewöhnlich. Es spiegelt die Sonderstellung der Basilika als päpstliche Hauskirche wider. Die Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) hebt hervor, dass die Kirche seit Jahrhunderten ein geistliches Zentrum der Marienverehrung ist – ein Ort, an dem Päpste ihre Verbundenheit mit der Gottesmutter auch über den Tod hinaus ausdrücken.

Welcher Papst ist unverwest?

Der Leichnam von Papst Johannes XXIII. ist unverwest und wird in der Basilika Santa Maria Maggiore in einem gläsernen Sarg in der Cappella di San Girolamo aufbewahrt. Die RomTipps (Reiseführer) beschreiben das Phänomen der Unverweslichkeit als ein besonderes Zeichen der Heiligkeit, das nach seinem Tod 1963 festgestellt wurde. Die Kirche hat keine offizielle wissenschaftliche Erklärung veröffentlicht, betont aber die spirituelle Bedeutung.

Was befindet sich unter dem Altar von Santa Maria Maggiore?

Krippenreliquie

Direkt unter dem Hauptaltar, in der barocken Confessio von Domenico Fontana, befindet sich ein Reliquiar mit Fragmenten der Heiligen Wiege Jesu. Die Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) bestätigt, dass es sich um Holzstücke handelt, die der Überlieferung nach aus der Krippe in Bethlehem stammen. Diese Reliquie wird jedes Jahr am 25. Dezember in einer Prozession verehrt.

Krypta und Confessio

Die barocke Confessio (der Bereich vor dem Altar) wurde in den 1670er Jahren von Domenico Fontana gestaltet. Sie ermöglicht den Blick hinab zur Krippenreliquie und ist reich mit Marmor und Vergoldungen verziert. Ein Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) beschreibt sie als „einen der kostbarsten Schätze der Christenheit”. Darunter befindet sich eine Krypta, die in der Regel nicht öffentlich zugänglich ist, aber bei besonderen Anlässen besichtigt werden kann.

Praktische Informationen: Eintritt, Öffnungszeiten und Tickets

So planen Sie Ihren Besuch

  1. Öffnungszeiten prüfen: Die Basilika ist täglich von 7:00 bis 19:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 18:30). Planen Sie mindestens eine Stunde für den Besuch ein.
  2. Anreise organisieren: Die Basilika liegt nahe dem Hauptbahnhof Termini. Nutzen Sie die Metro (Linie A, Station Repubblica) oder die Buslinien 16, 75, 84, 105 und 175.
  3. Eintritt und Tickets: Der Eintritt in die Basilika ist kostenfrei. Für das Museum und die Terrasse lohnt sich der Online-Kauf eines Kombitickets (ca. 13–14 Euro).
  4. Führung buchen (optional): Ein Audioguide oder eine Gruppenführung vertieft das Verständnis für die Kunstschätze und die Geschichte der Kirche.
  5. Kleiderordnung beachten: Als Gotteshaus gelten die üblichen Regeln: Schultern und Knie sollten bedeckt sein.

Ist der Eintritt kostenlos?

Ja, der Zugang zur Basilika selbst ist kostenfrei. Das bestätigt die Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) sowie mehrere Reiseportale wie Tickets Rome (Ticketplattform). Für bestimmte Bereiche wie das Liberianische Museum, die Loggia der Segnungen und die Panoramaterrassen werden jedoch Eintrittskarten verlangt. Ein Kombiticket für Schnelleinlass mit Audioguide und Museum kostet etwa 13–14 Euro, ein Ticket mit Terrassen-Zugang rund 14,50 Euro.

Öffnungszeiten der Basilika

Die offizielle Webseite der Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) gibt folgende Zeiten an:

  • Basilika: täglich 7:00–19:00 Uhr, letzter Einlass 18:30 Uhr.
  • Museum: Montag–Samstag 8:00–18:30 Uhr, Sonntag 12:30–17:00 Uhr.
  • Krypta und Grab von Papst Franziskus: laut Hellotickets (Ticketplattform) 8:30–18:30 Uhr, letzter Einlass 15 Minuten vor Schließung.

Einige Quellen weichen leicht ab – RomTipps (Reiseführer) nennt täglich 7:00–18:45 Uhr, WhichMuseum (Museumsverzeichnis) gibt 7:00–20:00 Uhr an. Die offizielle Site sollte als verlässlichste Quelle gelten.

Museum und Terrasse

Besucher haben die Möglichkeit, das Liberianische Museum, die Loggia der Segnungen und die 360°-Panoramaterrassen zu besichtigen. Diese Bereiche sind kostenpflichtig und lohnen sich vor allem für einen atemberaubenden Blick über Rom. Die Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite) weist zudem auf die Sonderausstellung „Bernini e i Barberini” hin, die vom 12. Februar bis 14. Juni 2026 zu sehen ist.

Fazit: Der freie Eintritt zur Basilika macht sie zu einer der zugänglichsten Sehenswürdigkeiten Roms. Wer jedoch das volle Erlebnis sucht, sollte etwa 14 Euro für Museum und Terrasse einplanen. Pilger: Kommen Sie früh am Morgen, um die Ruhe vor dem Besucheransturm zu genießen. Zeitknappe Reisende: Mit einem Schnelleinlass-Ticket sparen Sie Wartezeit und sehen die wichtigsten Kunstschätze in einer Stunde.

Zeitleiste der Basilika Santa Maria Maggiore

  • 432 n. Chr. – Weihe der ursprünglichen Basilika durch Papst Sixtus III. (Wikipedia (Lexikon))
  • 13. Jahrhundert – Errichtung des Glockenturms (höchster in Rom) (Wikipedia (Lexikon))
  • 1585–1590 – Papst Sixtus V. lässt die Capella Sistina (Sixtinische Kapelle) anfügen (Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite))
  • 1670er Jahre – Barocker Umbau der Confessio durch Domenico Fontana (Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite))
  • 1958–1963 – Pontifikat von Johannes XXIII., dessen unverwester Leichnam später in der Basilika aufbewahrt wird (RomTipps (Reiseführer))
  • 2025 – Jubiläumsjahr (Heiliges Jahr) – besondere Feierlichkeiten in Santa Maria Maggiore (Basilica Santa Maria Maggiore (offizielle Vatikanseite))

Bestätigte Fakten und was noch unklar ist

Bestätigte Fakten

  • Santa Maria Maggiore ist die größte Marienkirche Roms und eine der vier Papstbasiliken. (Wikipedia)
  • In der Basilika sind mehrere Päpste bestattet, darunter Nikolaus IV., Sixtus V., Clemens VIII. und Paul V. (Wikipedia)
  • Unter dem Hauptaltar befinden sich Reliquien der Krippe Jesu. (Vatikan)
  • Der Leichnam von Papst Johannes XXIII. ist unverwest und wird in der Basilika aufbewahrt. (RomTipps)
  • Papst Franziskus hat eine Grabstätte in Santa Maria Maggiore vorbereiten lassen. (Vatikan)

Was unklar ist

  • Die genaue Anzahl der bestatteten Päpste ist nicht abschließend dokumentiert – verschiedene Quellen nennen unterschiedliche Zahlen. (Wikipedia)
  • Die Kirche gibt keine wissenschaftliche Erklärung für die Unverweslichkeit von Johannes XXIII. (RomTipps)
  • Die genauen Öffnungszeiten variieren je nach Quelle leicht (offizielle Seite: 7–19 Uhr, andere Quellen nennen abweichende Zeiten). (WhichMuseum)
  • Welche Reliquien genau unter dem Altar liegen, ist nicht abschließend geklärt. Die Überlieferung spricht von Holzstücken aus der Krippe Jesu. (Vatikan)
  • Ob die Grabstätte von Papst Franziskus dauerhaft öffentlich zugänglich sein wird, ist noch nicht endgültig bestätigt. (Hellotickets)

Stimmen zur Basilika

„Santa Maria Maggiore ist das spirituelle Herz des Christentums und der Marienverehrung.”

– Offizielle Vatikanseite (Basilica Santa Maria Maggiore)

„Die Basilika ist exterritorialer Besitz des Heiligen Stuhls und eine der vier Papstbasiliken – ein Status, der ihre einzigartige Stellung unterstreicht.”

– Wikipedia (Lexikon)

Die Basilika Santa Maria Maggiore vereint auf einzigartige Weise historische Tiefe, religiöse Bedeutung und praktische Zugänglichkeit. Für Rom-Reisende im Jubiläumsjahr 2025 ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: die Kirche nicht nur von außen zu bestaunen, sondern sich die Zeit für die Krippenreliquie, die Papstgräber und die barocke Kunst zu nehmen. Denn während das Kolosseum die Menge anzieht, bewahrt Santa Maria Maggiore einen Schatz, den nur wenige wirklich kennen. Für Besucher, die die Seele Roms spüren wollen, ist der Besuch dieser Basilika kein optionaler Programmpunkt – er ist das eigentliche Ziel.

Ein Besuch lohnt sich auch, um mehr über die Papstgräber in der Basilika zu erfahren, die tiefe Einblicke in die jüngere Kirchengeschichte bieten.

Häufig gestellte Fragen

Warum heißt die Kirche Santa Maria Maggiore?
Der Name bezieht sich auf die Marienverehrung und die Tatsache, dass sie die größte Marienkirche Roms ist. „Maggiore” bedeutet „die Größere”.
Welche Päpste sind in Santa Maria Maggiore bestattet?
Mindestens sechs: Nikolaus IV., Sixtus V., Clemens VIII., Paul V., Johannes XXIII. und – sobald er verstirbt – auch Papst Franziskus. Manche Quellen zählen weitere Päpste wie Honorius III. hinzu.
Ist der unverweste Leichnam von Johannes XXIII. in Santa Maria Maggiore zu sehen?
Ja, der gläserne Sarg mit dem unverwesten Leichnam befindet sich in der Cappella di San Girolamo und kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden.
Gibt es Führungen durch die Basilika?
Ja, es werden sowohl individuelle als auch Gruppenführungen angeboten. Ein Kombiticket mit Audioguide ist online für etwa 13,50 Euro erhältlich.
Kann man die Krippenreliquie besichtigen?
Das Reliquiar unter dem Hauptaltar ist während der Öffnungszeiten zugänglich. Besondere Verehrungsprozessionen finden am 25. Dezember statt.
Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Basilika?
Die Basilika liegt nahe dem Hauptbahnhof Termini. Buslinien 16, 75, 84, 105 und 175, die Metrolinie A (Station Repubblica) sowie die Tramlinie 14 halten in der Nähe.
Gibt es einen Dresscode für den Besuch der Basilika?
Ja, als Gotteshaus gelten die üblichen Regeln: Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Nur wer angemessen gekleidet ist, wird eingelassen.
Welche Bedeutung hat Santa Maria Maggiore im Jubiläumsjahr 2025?
Im Heiligen Jahr 2025 wird die Basilika eine zentrale Pilgerstätte sein. Die Vatikanseite kündigt besondere Feierlichkeiten und geöffnete Porta Santa an.



Harry Henry Thompson Carter

Uber den Autor

Harry Henry Thompson Carter

Die Redaktion verbindet schnelle Updates mit klaren Einordnungen.